Samstag, 8. August 2015

Warum man an einem so wunderbaren Samstagmorgen schon so wütend sein kann...

Leute hier kracht es gleich ordentlich. 

Es ist Samstag. Ich habe Spätschicht und es ist etwa 7:15 als der Wecker klingelt. Der Lieblingsmann darf das. Er hat heute schließlich was vor. 

Es ist genau 7:30 als die Nachbarin direkt unter unserem Schlafzimmerfenster ihr Auto aussaugt. Mein Schlaf ist nun sowieso nicht mehr der Beste und das brodelnde Unverständnis über diesen fiesen Staubsauger und die noch fiesere Nachbarin, verhindert jeden weiteren Versuch nochmal einzuschlafen. 

Währenddessen schnattert die autoaussaugende Nachbarin noch lautstark mit gassigehenden anderen schnatternden Weibern, und hat es schon sehr sehr lustig so früh morgens.

Also stehe ich auf. So bringt das ja nichts hier. Tapse auf den Balkon in der Hoffnung auf dem Liegestuhl noch ein bisschen Ruhe zu finden. 

Bääääääääääähm. Keine zwei Minuten draußen mäht der andere Nachbar seinen Rasen. Tolle Arbeit für Samstag 8 Uhr. Klar. Ich würde mich vielleicht im Zaum halten aaaaaaaaaaaaber: ey der Typ mäht seinen Rasen wöchentlich. Meistens allerdings unter der Woche so zwischen 14 und 15 Uhr. Dann, wenn wir von der Frühschicht nach Hause kommen etwa. Wir trinken dann allermeistens unseren Kaffee bei schönstem Sonnenschein lieber drinnen, weil man sich bei dieser alten Rappelkiste sowieso nicht mehr unterhalten kann. Aber gut, ich finde man kann gerne auch mal auf Samstagmorgen umschwenken. Ist mal was anderes und Rasen muss schließlich auch gepflegt werden nicht wahr?

Gerne würde ich all den Samstagsidioten erzählen, dass MEIN Arbeitstag bis ich heute wieder zuhause bin wahrscheinlich erst um 22 Uhr endet. Da fände ich es nicht zu viel verlangt ein wenig ausschlafen zu dürfen. Nun ja. Die anderen haben ja noch den Sonntag. Da muss ich mir wenigstens ums Ausschlafen keine Sorgen machen, denn da bin ich schon längst aus dem Haus, wenn die ollen Krachnasen aus ihren dämlichen Betten kriechen.

Nachdem ich mich also mit meinem Kaffee nach dem der Rasen endlich gemäht ist, wieder auf dem Balkon nieder lasse, kommt die Nachbarstochter. Die hat, wie jeder, ein Rieeeeeeeeeesentrampolin im Garten. Die kreischt lautstark nach ihrer Freundin. Das macht sie im Übrigen auch liebend gern mal den ganzen Nachmittag. AAAAAAAAAAAAAaaannnnnaaaaaaaaaaaaaaleeeeeehhhnaaaaaaaaaaaa. Supi. (Ich liebe ja Doppelnamen. Ganz besonders diesen.) 
Heute macht sie es schon früher. Man hat das Gefühl, dass die kleine Person sich nur schreiend unterhalten kann. Gerne schleppt sie dann auch noch ihren Hund mit aufs Trampolin. Der arme...wo er doch nur spanisch versteht vermutlich.

Uaaaahhhhh. Also sowas.

Als ob es nicht schon reicht, dass unter der Woche ab spätestens 7 Uhr die Autos durch unsere Straße brummen. Gerne auch immer noch LKWs weil ja im neuen Baugebiet noch immer nicht alle Häuser stehen. Das neue Baugebiet ist genau gegenüber von unserem Haus. Auch die Einfahrt für die neuen Häuser. Genau gegenüber unserer Haustüre. So fahren nun rund 60 Auto´s mehr morgens an unserem Schlafzimmer vorbei. Irgendwann wahrscheinlich mal 100, wenn alle Kinder mal ausgewachsen sind und auch ein eigenes Auto haben. Das waren noch Zeiten, als ich mich über den Güllegeruch des Bauern aufgeregt habe, dem die Wiese einst gehörte auf der jetzt etwa 40 neue Häuser stehen...

Tja jetzt ist der Samstagmorgen schon gelaufen. Witzigerweise ist es jetzt 10 Uhr und man hört nichts mehr. Nichts. Außer ein paar klappernde Teller. Ätzend oder? Da flippe ich doch völlig aus!

Ich werde mir für morgen früh was besonders Schönes überlegen. Vielleicht teste ich ob alle Türen meines Autos auch wirklich zu gehen. Inklusive Kofferraum. Vielleicht muss ich ausprobieren ob mein Gaspedal auch funktioniert. Und sicher ist es kein Fehler, wenn man hin und wieder mal die Hupe ausprobiert. 
Vermutlich bekommt das dann nicht mal einer der Vollhorste mit, die sind da dann alle noch im Tiefschlaf, weil sie ja Samstags so früh aufgestanden sind...

Nun denn...so werde ich mal eben frühstücken und mir mein Essen für die Spätschicht vorbereiten. Völlig untentspannt. Mit einer Laune, die ich selber kaum ertragen kann. Grummelig. Knurrig. Böse. 

Vielen Dank schon im Voraus für die Anteilnahme zu meinem miesen Samstagmorgen, vielen Dank an alle die diesen Post tatsächlich zu Ende gelesen haben. Euch wünsche ich eine besonders schönen und erholsamen Samstag. Das meine ich jetzt echt ernst ;) 




Kommentare:

  1. Oje, was für ein Morgen! Wir haben hier so eine Nachbarin über uns, die mit Vorliebe Samstag morgens ganz früh Lärm macht - Rentnerin... Abends spät übrigens auch...

    Leider kann man sich seine Nachbarn nicht aussuchen.

    Klar, dass um 10 alles ruhig war - die hätten sich schon alle völlig verausgabt ...

    Ich wünsch dir einen angenehmen Arbeitstag!

    LG
    Fi ❤️

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  2. Oh ja, die kann man sich nicht aussuchen...
    Manchmal amüsiert es mich, wie sie werkeln und rumschufften. Aber an Samstagen bin ich empfindlich ;) und wie.
    Liebe Grüße an dich zurück liebe Fi ♥

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  3. Ei ei ei - ganz schön nervig! Rücksichtnahme ist eine Tugend die anscheinend nicht mehr von Eltern weitergegeben wird. Mir fällt das auch so oft auf - einfach nur ätzend!
    Ich hoffe, dass der Rest des Wochenendes dann besser lief!
    Liebste Grüße

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