Freitag, 2. Januar 2015

Mein erstes Mal *Dezember 2014*





Mein traurigstes erstes Mal, im Dezember 2014.

Ich war zum ersten Mal als Begleitung in der KiWu. Da es ein trauriger Anlass war merkte ich schnell, dass man sich fast noch hilfloser fühlt wenn es einen nicht selbst betrifft. Man steht fassungslos daneben und bekommt einen Hauch einer Ahnung davon, wie sich die Anderen fühlen müssen. Wenn sie unsere Hand halten und sich so hilflos fühlen. 
Ich war zu ersten Mal auf der anderen Seite. 

Ich wusste wie es sich anfühlt, nein eigentlich nicht, denn in so einer Situation war ich noch nie, auf dieser einen Seite, wo plötzlich im Kopf eine Art Stillstand entsteht. Ein Vakuum, wo du alle Stimmen um dich herum nur noch weit weg wahrnimmst. Wo Tränen fließen, weil du denkst, dass dein Herz eben zerreißt...
Und als Begleitung stehst du da und bist einfach nur traurig. Findest keine Worte. Findest nichts was tröstet. Wie muss es sich dann erst anfühlen, wenn du der Partner bist. Wenn es dich mit betrifft...Was für ein blödes Gefühl auf der anderen Seite.

Trotzdem bin ich dankbar dafür, dass ich dabei sein durfte. Ich weiß jetzt, dass man es den Menschen auf der anderen Seite nicht übel nehmen darf, wenn sie einfach keine Worte finden. Oder nicht die Richtigen. Oder dir Mut machen wollen wo momentan keiner ist. Man macht in diesem Moment viel um irgendwie die Fassung zu bewahren. Aber es funktioniert nicht. Nicht an diesem speziellen Ort. Aber es hat mir wieder ein bisschen Angst genommen und gezeigt, wie viel wir gemeinsam haben. Wieviel Schmerz wir teilen können. In diesem einen Moment. Und wie schön es ist Menschen gefunden zu haben, die den gleichen Weg gehen. Das ist eine Menge wert und macht mein erstes Mal im Dezember zu einer wertvollen Erfahrung mehr....

Das ist vorerst der letzte Post in dieser Kategorie.
Ich möchte mich im neuen Jahr einem neuen Projekt widmen :)

Kommentare:

  1. Wünschi,
    das ist wirklich ein trauriges erstes mal. Ganz ehrlich auf der Seite möchte ich nicht stehen, dann lieber selbst die Betroffene sein. Ich weiß hört sich doof an, aber ich stell es mir halt schwieriger vor, alles mit anschauen zu müssen und nichts tun zu können, als es "selbst" erleben zu müssen. Diese Hilfslosigkeit würde mich fertig machen, dennoch würdeich aber auch auf die Seite springen, wenn jemand meine Unterstüzung bräuchte. Aber am aller liebsten wäre mir natürlich auf keiner der Seiten stehen zu müssen, aber so ist es ja leider nicht.
    Und ja es ist schön Menschen zu kennen, die auch diesen Weg bestreiten müssen.
    ♥♥♥
    LG Carinchen

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  2. Hier laufen die Tränen.

    Du bist ein Schatz!!!! ♥ DANKE!!! Und zwar von ganzem Herzen!!! ♥

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    1. Hier auch...ich drück dich so fest ich kann. Danke für dein Vertrauen in mich ♥

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