Montag, 22. September 2014

Alles wie immer...

Montagmorgen...gäääääääähn...alles wie immer...fast!
Die Waage und ich sind seit Samstag keine guten Freunde mehr. Ich verbanne sie und seit heute ist es vorbei mit leckeren Keksen zum Frühstück. Vorbei mit den leckeren sündigen Schokodonuts, vorbei mit Spaghetti in Sahnesoße und Co...hm...es musste ja mal so kommen.

Außerdem bin ich seit nun fast drei Wochen Nichtraucher. Mal wieder. Oder immerhin sag ich da! Ich vermisse es nicht - allerdings verfluche ich die Pfunde, die sich seither auf meinem Hintern tummeln. Und an der Hüfte. Und am Bauch, die alle verfluche ich. Mehrfach täglich. Und nein, nicht nur das Nichtrauchen ist schuld, auch der Urlaub. Und die Naschereien davor. Klaro. Wer zwei Wochen lang fast immer Nudeln als Vorspeise isst, der muss sich eigentlich nicht wundern, warum das Bäuchlein eine so speckige Falte über das Bikinihöschen wirft. Wer zwei Wochen lang jeden Tag lecker Eis und zum Frühstück schon überzuckerte Croissants zu sich nimmt, der sollte sich nicht wundern warum die coole Jeans die letzten Sommer noch wie angegossen passte ein wenig kneift - nein - da gibt´s gar nichts zu wundern. GAR NICHTS.

Nun - so starten wir eben diese Woche (wenigstens gemeinsam) und werden ein bisschen die Ernährung überdenken, ein bisschen weniger Kohlenhydrate verspeisen und den ganzen Zuckerkram mal für eine Weile weglassen. Mir wird jetzt schon schwummelig, wenn ich diese Zeilen tippe. Für mich ist das allein schon Folter. Ich das kleine Schleckermäulchen, wo so oft über leckerstes Essen schreibt, wo ich doch jede so sahnige Soße genieße und gerne auch einfach mal zwei Portionen aufesse...boah...aber ne Schwarte will ja auch keiner nicht wahr?

Unfassbar. Leute so viel hab ich letztes Mal gewogen mit etwa drei Litern Wasser im Bauch...verdammt. 

So nun zum Urlaub. 

Ich hab ja schon gepostet in der Kategorie: Mein Leben ist schön. Ja es war tatsächlich schön, auch wenn uns ab und zu mal die Nerven durch sind. Wir wissen jetzt allerdings wie wir unsere nächsten Urlaube verbringen wollen, nämlich wieder so wie bisher. Hotel? Meinetwegen, aber nur für ein paar Tage und nicht für zwei Wochen ;)
Essenstechnisch kann man sich wirklich nicht beklagen, im Angebot war Halbpension mit dabei, wenn man länger als 9 Nächte gebucht hatte. Nun wir hatten 10 Nächte und somit konnten wir die Halbpension nutzen und auch den leckeren Wein, jedes Mal eine andere Flasche (immer in der Hoffnung, dass die ermüdende Wirkung des Weins mal länger anhält, wie bis 6 Uhr morgens) - sehr lecker! Und das Essen auch. Wirklich lecker. Halt in mehreren Gängen, wie oben schon erwähnt ;) Wir sind trotzdem ab und zu zum Essen gegangen, einfach weil es manchmal blöd war, zeitlich gebunden zu sein. Ein Grund für uns, nächstes Mal eher wieder in einer Ferienwohnung einzuchecken. Ein weiterer: nicht so viele unfassbar laute Menschen auf einem Fleck. Laut morgens, nachts, immerzu eigentlich. Verrückt. 
Das Wetter auf Elba war überwiegend schön, oft war es vormittags recht düster, wolkig und extrem schwül. Zweimal gab es früh morgens schon ein Gewitter. Aber wer will sich schon über´s Wetter aufregen, bei dem Sommer den wir hier zuhause hatten ;) Abends konnte man es jedenfalls lange ohne Jacke aushalten und das ist doch schon mal die Hauptsache. Baden war natürlich auch toll und die Strände - wer schon mal auf Elba war, der weiß wie vielfältig die sind. 

Woran wir beide ein wenig zu knabbern hatten: Kinder. Überall Kinder. Unfassbar viele Kinder. Kleine, mittlere, ganz kleine...gehäuft während der Essenszeiten. Wo man sich ja dann doch irgendwie während zwei Stunden über den Weg läuft. 
Uns fielen Eltern auf, die furchtbar unglücklich aussahen, Eltern die getrennt aßen, weil die kleinen Terrorzwerge jedes Mal am Tisch ausflippten und somit alle Blicke (zugegeben auch unsere) auf sich zogen, Eltern mit Augenringen, Eltern denen es pupsegal war ob die kleine Prinzessin sich während der ganzen Zeit in immer der gleichen Tonlage die Seele aus dem Leib schrie. Mütter die mal eben schnell am Nachbartisch während des Frühstücks ihren Busen hervorholten um zu Stillen. Oder einfach nur kugelrunde dicke Bäuche die an uns vorbei liefen. Gerne auch schon mit zwei anderen Kindern links und rechts an der Hand. Wir wunderten uns auch über Eltern, die ihre Kinder anbrüllten und anschließend vor Wut gegen Straßenschilder fuhren. Wir mussten den Kopf schütteln, als drei italienische Omas an einem einzigen Mädchen herumzerrten und vor sich schimpften, wir waren traurig, als mitten in der Nacht ein Kind vor unserem Schlafzimmer eine Ohrfeige bekam. Ähm ja ich würde sagen in der Phase des akuten Kinderwunschs wäre ein anderer Ort vielleicht entspannender gewesen. Aber gut. Es war nicht jeden Tag gleich, wir hielten uns gut über Wasser in dem wir uns kleine Lästereien einfallen ließen, Wein tranken und in Gedanken den stillenden Müttern zuprosteten. Wir diskutierten die Vorteile eines Urlaubs ohne Kind(er) und bemitleideten still die Mamas und Papas, die ein wenig traurig aussahen und allein zu Abend aßen. Manchmal waren wir aber auch selbst ein wenig traurig, weil in der Tat sehr süße kleine Wunderwesen an uns vorbei getragen wurden und ich statt dessen überlegte ob ich genug Tampons eingepackt habe. Trotzdem wurde der Urlaub von unserem Wunsch und unseren Plänen nicht bestimmt. Aber selbstverständlich blieb der Kinderwunsch nicht wie wir es ihm ursprünglich befohlen hatten brav zu Hause unterm Sofa und wartete auf uns. Er hat sich einfach mit hinein geschmuggelt in meinen sowieso schon übervollen Koffer. Das fand ich nicht so nett.

Nach Hause ging´s dann eine Fähre früher, da der Himmel auf Elba so schwarz war, dass es der Dämmerung glich, da konnte uns selbst das zuckerige Croissant nicht mehr locken. Auf dem Heimweg kamen wir in einen Hagelschauer, wir dachten das war´s dann mit unserem Auto. Etwa 400 km lang hatten wir teilweise stärksten Dauerregen und hinterher ganz matschige Augen. Aber - keinen Hagelschaden (außer den am Oberschenkel....ha ha immer wieder ein Brüller). Koffer ausladen durften wir dann auch im Regen, nachdem es ja wohl die vergangene Woche ganz akzeptabel war in Germany? Hm. 
Ja und der Kater, der freute sich sehr als wir durch die Wohnungstür kamen. Er hatte vermutlich aber auch Hunger, denn normalerweise ist um die Zeit für ihn Abendessenszeit ;) Der andere Kater - der sah mich an und ging erst mal auf´s Klo. Machte danach einen Bogen um uns herum, rührte sein Futter nicht an und setzte sich mit dem Rücken zu uns. Er brauchte ganze vier Stunden, bis er sich zu einem klitzekleinen Streicheln herabließ. Sogar ein kleines Schnurrerchen gabs als Zuckerl noch für uns. Aber nur kurz. Einen Tag später war er dann fast wieder der alte :) Gott sei Dank!






Kommentare:

  1. Also alles in allem hört sich das nach einem tollen Urlaub an! Klar, länger schlafen wäre schon gewesen, das kann ich voll und ganz verstehen. Aber wenigstens war das Essen lecker.

    Schmollende Kater? Kenn ich. Unserer schmollt schon wenn wir nur zwei Tage weg sind. Und das, obwohl er quasi immer in zwei Häusern lebt, da meine Schwiegereltern direkt nebenan wohnen. Und da wir tagsüber sowieso nicht zu Hause sind und er es sich währenddessen immer dort gemütlich macht sollte man meinen dass da eigentlich kein Unterschied besteht. Ha, falsch gedacht. Denn sein (zweites) Frühstück und sein (zweites) Abendessen hätte er dann doch gerne zu Hause. Also bitte... :D

    Hach jedenfalls finde ich es superschön dass du wieder da bist! Du hast nämlich gefehlt. Oh ja!

    Ganz dicker Drücker!! <3

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    1. ♥♥♥ das ist süß von dir!
      Ja die Vierbeiner...schlau, zuckersüß und fordernd...heute, wo ich nachher doch zur Arbeit muss verfolgt er mich und schmust mich tot. Ich kann mich nirgends hinsetzen ohne dass ER mit auf dem Schoß sitzt ;) Das mit deinem Kater ist ja auch mal witzig...er weiß halt wie er´s machen muss :)
      Drück dich zurück!!

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  2. Hi Schnuppe, die italienische Kindererziehung scheint sehr gewöhnungsbedürftig zu sein. Und antörnend. Ich musste gerade beim Lesen etwas schmunzeln und ich verrate dir etwas: Mich schrecken noch jetzt klar komische Kinder und deren Eltern furchtbar ab. Oftmals sage ich dann zu meinem Mann, dass mich das Verhalten dermaßen abstößt, dass mir die Lust darauf echt vergeht, dass der Kleine irgendwann groß wird. Oder dass ich beinahe panisch werde, wenn ich überhaupt daran denke, dass er mal groß und pubertär und vielleicht sogar äußerst unsympathisch dadurch wird. Zudem habe ich das selbst jetzt, dass ich das sehr extrem genieße, dass wir noch den Luxus haben unsere Zeit uns selber einzuteilen. Und manchmal überkommt mich auch dahingehend eine leichte Panik, wenn mir bewusst wird, dass sich Manches ändert. Ich hole mir dann immer das Versprechen ab, dass wir etwas gelassener sein werden und auch trotzdem noch viele Dinge zu zweit machen. Dann werde ich wieder ruhiger. Wenn ich meine Freundin anschaue, die mit ihren zwei Kindern oftmals überfordert ist, deren Mann seit sechs Jahren aus dem gemeinsamen Bett ausquartiert würde und deren Tagesziel oftmals nur noch ist: Kinder ins Bett, Sektflasche endlich auf, dann graut es mir ebenfalls. Aaaaaaber ich muss mir einfach immer wieder sagen: Andere sind eben nicht du. Genauso wie ihr, eben ihr seid. Ein tolles Paar, was das Leben zu schätzen weiß. Egal was kommt.

    Habe ich dir schon gesagt, dass es so schön ist dich wieder bei uns zu haben?
    Ja, nech? Egal! Es ist schön dich wieder hier zu haben.

    Ciao Amiga! <3

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  3. Antörnend sollte eigentlich ABTÖRNEND sein. Aber mein beklopptes Ipdad törnt es wohl eher an als ab. 0:)

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    1. :)))) ich habs mir fast gedacht! Ach Penny - weißte was: ich hab dich lieb ♥

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    2. ❤️❤️❤️❤️❤️❤️

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  4. hey - meine lieblings-wünsch-dir-was ist auch wieder im lande :-) welcome back.
    jaja, der olle kinderwunsch - ein meister der tarnung.... und dann taucht er an den unmöglichsten orten plötzlich auf, wie der teufel aus der kiste. der wollte eben auch mal nach elba. was willste machen ;-) du hast aufgehört zu rauchen und dir fehlt NIX? was hast du angestellt ? *wissenwill* ich lauf grad anfangs amok, wenn ich (immer mal wieder) aufhöre ;-)
    leb dich gut wieder ein. bis bald.
    xoxo, isa

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    1. Hmmm mir fehlt nichts nein. Wobei jetzt wo ich wieder arbeite....ich gebs zu ;) Oder wenn ich manchmal traurig bin....aber mein Mann redet mir gut zu und so kann ich ihm gar nicht widerstehen ;)
      Und momentan weiß ich ja wofür ich es lasse...trotzdem bin ich selber gespannt wie lange ich durch halte. Mir hilft es, die Kippen immer dabei zu haben. Was heißt: ich könnte wenn ich wollte (ja ich weiß, irgend n Knall hat ja jeder).

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