Freitag, 8. August 2014

Weltkatzentag ♥

Ein Beitrag für die Katz.


Wir leben jetzt schon seit fünfeinhalb Jahren mit Katzen. Zuerst eine. Jetzt zwei.

Unsere erste Mieze - zarte 10 Jahre alt, aus dem Tierheim befreit, brauchte etwa 3 Wochen bis sie unter der Couch hervor kam. Mit nichts war sie zu locken, oft legte ich mich direkt auf den Boden und wartete - manchmal kam sie neugierig näher, manchmal kuckte sie einfach weg. Ich arbeitete mit allen Tricks - ließ für sie die Tür zum Schlafzimmer auf (obwohl wir die Fellnasen nicht im Bett haben wollen), und es wirkte. Wenn ich Spätschicht hatte und länger schlief, mein Mann schon weg war, kam sie reingeschlichen. Legte sich zu mir und ich durfte sie streicheln. Sie schlief noch ein Weilchen weiter, bis ich aufstand, dann entschwand sie raus ins Freie. Kam kurz zum Fressen um sich dann wieder unter der Couch zu verstecken. 


Irgendwann war sie einfach da. Sie hat beschlossen, das hier ihr Zuhause sei und wartete immer öfter wenn wir nach Hause kamen an der Treppe. Ihre Katzenklappe befand sich im Kellerfenster und anstatt mit uns zur Haustüre rein zu gehen, raste sie manchmal quer durch den Garten zu ihrer Klappe um dann schon miauend innen vor der Türe zu warten. Abends, wenn ich von der Spätschicht nach Hause kam, spang sie auf und begrüßte mich mit ihrem hellen zarten Stimmchen. 



Und auf einmal war sie weg. Sie kam einfach nicht mehr nach Hause. Unsere Suche nach ihr mussten wir nach 5 Wochen aufgeben. Wir waren beide sehr traurig. Sie hat sich zur Schmusekatze entwickelt und war zum Schluss immer da, wenn wir es auch waren. Sie war kleiner als andere Katzen und ein bisschen pummelig. Einfach nur süß... 

hm so pummelig sieht sie gar nicht aus auf dem Bild...

Dann kam irgendwann er. Ein 5 Monate alter Kater in den ich mich sofort verliebte. Auch er kam aus dem Tierheim, saß da so traurig und stank fürchterlich aufgrund einer Infektion im Rachen. Seine Geschichte hab ich hier (→look and see)  schon mal erzählt.
Er, ohne den ich mir meinen Tag gar nicht vorstellen mag. Weil er mich mag. Bedingungslos. Und weil ich dieser Katze keinen Wunsch abschlagen kann. Weil ich ihn dafür liebe, wenn er morgens aufs Waschbecken hüpft und an mir hochklettert und sich so fest er kann gegen meinen Hals drückt, bevor ich gehe, als würde er sagen "komm schnell wieder". Weil er manchmal, wenn wir schon im Bett liegen, nochmal miaut. Jämmerlich, klagend und in allen erdenklichen Tonlagen. Er macht das dann so lange, bis ich nochmal aufstehe, ihn fest an mich drücke, ihn beschmuse und ihm ins Ohr flüstere, dass er nun schlafen soll. Erst dann gibt er Ruhe. Verrückt? Ja möglicherweise schon - aber zuckersüß oder?

Unseren Clownkater dem ich inzwischen auch schon mal einen Extrapost (→look and see) gewidmet habe, möchte ich selbstverständlich auch nicht mehr missen. Er, der schmusen hasst, außer ER will es, er der sich niemals aber auch nie niemals auch nur in die Nähe des Halses legt, sondern immer nur auf den Bauch. Er breitet die Pfoten aus, als würde er mich umarmen wollen, das ganze sieht dann so aus:

Hier kuschelt er sich auf meinen ICSI-Bauch

Er der sein Futter so genüsslich und langsam frisst, als wäre es ein Gourmetdinner...und er der leise mault wenn man ihn weg schiebt. Ach ihn liebe ich auch. Er hat sich sofort an den Mundgeruch des großen Katers gewöhnt und weil der Stinker manchmal mit putzen etwas nachlässig ist, übernimmt er das eben für ihn. Er packt liebend gern Päckchen mit aus, kramt gern in Schubladen und ist beim Rascheln der Gummibärtüte nicht mehr er selbst. Alles was raschelt und aus Plastik ist wird angekaut, fällt eine ungekochte Nudel auf den Boden freut er sich wie irre und veranstaltet einen Freudenzanz. Er würde eigentlich alles fressen wenn er dürfte, außer Käse. Den mag er nämlich nicht. 


Und so bin ich heute besonders dankbar, dass diese drei Katzen beschlossen haben uns in ihr Herz aufzunehmen. Grundverschieden und superlieb. Verrückt und witzig, süß und ja manchmal auch nervig - wer eine Siamkatze hat, der weiß was ich meine. Eins ist schon mal sicher - in meinem Zuhause wird immer eine Katze wohnen ♥

Kommentare:

  1. Ach die Geschichten sind so herzallerliebst......Katzen sind wirklich toll und ich möchte auch nicht mehr ohne leben. Unser Molly ist auch ein ganz Lieber. Er liebt es draußen auf dem Feld zu sein und ich glaube er sieht uns in seinem Versteck manchmal zu wie wir ihn zum Abend rufen....er lässt sich dann noch ein wenig Zeit und kommt dann doch jeden Abend braf nach Hause.
    Ich finde es sehr schön, dass du dich für Tiere aus dem Tierheim entschieden hast!!!! Daumen nach oben!!!!
    Ganz liebe Grüße an euch und die Katzen von Stine und Kater Molly

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  2. Superschön! Und wie sie eben doch alle ganz eigene Charaktere sind. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass sie einen auf's Wort verstehen ;)

    Unser Kater ist ein Freigänger. Daher relativ selten zu Hause. Außer morgens und abends pünktlichst zur Fütterungszeit. Er ist ein echter Schisser und ein Schlawiner hoch 10. Und auch wir würden ihn nicht mehr missen wollen.

    ♥ ♥

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  3. Ich kann mir ein Leben ohne Katzen auch nur schwer vorstellen. Klar, verfluche ich sie auch mal, aber das was sie einem an Liebe und Nähe geben, ist unbezahlbar! LG von Pippi mit ihren drei Fellnasen

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