Dienstag, 29. April 2014

Zu viele schlechte Nachrichten

Diese Woche muss ich zur Trauerfeier meines Cousins. Ich hatte ja schon in meinem wöchentlichen Post davon erzählt. 

Ich habe sehr viele Cousinen und Cousins, ich kenne alle aber manche habe ich vielleicht nur ein- oder zweimal gesehen. So leider auch ihn. Wir haben alle paar Jahre (weil wir so viele sind) ein Familientreffen, damit wir uns alle nicht aus den Augen verlieren. Und wie es halt so ist, es können nie alle auf einmal. So kam es, dass ich beim letzten Treffen meine älteste Cousine kennengelernt habe. Es gibt ein nettes Erinnerungsfoto von uns zweien, die Jüngste (das bin dann ich) und die Älteste.

Vor ca. zwei Jahren hab ich ihn zuletzt gesehen und wir haben ziemlich gelacht miteinander...ich hab also eine schöne Erinnerung an ihn und werde mit seiner Familie am Freitag von ihm Abschied nehmen. 

Diese Nachricht läßt mich immer wieder schaudern, weil es zeigt, wie schnell alles auf einmal vorbei sein kann. Wie unwichtig so viele Dinge sind oder auf einmal werden. Wie wichtig es ist, die Menschen die man liebt festzuhalten und ihnen so oft wie möglich zu sagen, dass man sie lieb hat. Wie wichtig es ist Zeit zu schenken, Zeit miteinander zu verbringen und sich die Zeit zu nehmen, auch wenn man mal eigentlich keine hat. 

Um uns herum ist momentan alles ein bisschen trist, es sterben viele junge Menschen und viele im Bekanntenkreis verlieren gerade Jemanden. Viele junge Patienten auf meiner Station erfahren gerade ein schreckliche Diagnose. Gestern morgen ist ein für unsere Station junger Patient verstorben und eine weitere liegt gerade im Sterben. Ich kann normalerweise damit umgehen und ich versuche diese traurigen Geschichten und Gedanken an diesem Ort zurück zu lassen wenn ich in mein Auto steige. Aber irgendwie ist es grad alles ein bisschen viel...so viel Leid überall...


Ich finde es wäre jetzt genug mit schlechten Nachrichten. Es würde jetzt reichen...








Kommentare:

  1. Also erstmal nehme ich dich fest in den Arm. Ein Knutschi dazu und feste knuddeln.

    Wie schon letztes Mal gesagt, manchmal ist das Leben ein Arschloch. Keine Ahnung wieso das so ist und keine Ahnung wieso es manche so hart trifft und manche scheinbar immer alles mühelos bekommen.

    Ich weiß nicht was ich sagen soll. Außer: Es tut mir wirklich aufrichtig Leid!

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  2. Liebe Wünschdirwas,
    Auch ich drück dich erstmal ganz fest!
    Und wie J.B. schon sagt, dass Leben kann ein ganz schönes Arschloch sein und meist kommt dann auch alles auf einmal! Das mit deinem Cousin tut mir wirklich leid!
    LG Carina

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  3. Ich schließe mich den Damen vor mir an: Life sucks...sometimes!
    Aber sometimes eben auch nicht. Und wir sollten diese Momente bewahren. Die guten. Hoffnungsvollen. Schönen. Mit unseren Liebsten. So wie du es schreibst.
    Und weil ich dich doch schrecklich gerne etwas aufmuntern möchte, habe ich dir eine Anti-Depri-Mischung gerade gebacken: Eine Portion Glück (Grundsubstanz), gehörig viel Herzflitterglitter, gepaart mit unendlich leckerem Wolke7Eischnee und einem Hauch von heissem Unendlichvielvonallemwasdirguttutschokoladenschaum! Das Ganze garniert mit einer roten Nase. Man weiß nie wofür man die braucht! ;)

    Deine Penny

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  4. Danke für´s Drücken meine Lieben! Schön, dass ihr da seid...

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