Mittwoch, 19. Februar 2014

Emptiness

Da sitze ich nun mit all meinen Gefühlen, mit all dem Schmerz und der Einsamkeit. Trotz aller lieben Menschen um mich, trotz der vielen lieben Worte fühle ich mich einsamer denn je. Vielleicht ist einsam das falsche Wort, ich fühle mich leer. Ausgebrannt. Die Luft ist raus. Es war diesmal so einfach. Ich hatte keine einzige kleine Nebenwirkung, ich hatte nur zwei winzige kleine Durchhänger. Es wäre einfach zu schön gewesen...

Wie geht es weiter? War´s das jetzt?

Wieder einmal steh ich vor dieser Frage. Immer und immer wieder muss ich mir nun Gedanken darüber machen wie es weiter geht. Ob es weiter geht. 

Als nächstes steht nochmal ein Gespräch auf dem Plan, ich möchte gern nochmal mit meinem Herr Doktor sprechen (solange er noch da ist), was wir noch tun können. Immer wieder sagt er zwar: Wir können dem allem nur auf die Sprünge helfen, alles andere hat die Natur in der Hand.
Warum die Natur allerdings mit uns kein Erbarmen hat, werden wir wohl nicht verstehen. Warum wir nicht zum Durchschnitt gehören, welcher mindestens bei einem von 4 Versuchen mal schwanger wird, ebenfalls nicht.
Vielleicht gibt es ja doch noch eine kleine Kleinigkeit die bisher gefehlt hat...die wir noch besser machen können...

Wieder mal spüre ich deutlicher denn je diese Angst, die Hanni in ihrem Blog so treffend beschrieben hat. Sie wird mich immer begleiten. Zusammen mit der Angst, eine Fehlentscheidung zu treffen. Entscheide ich mich gegen einen weiteren Versuch, wird es mich das immer plagen. Entscheide ich mich dafür, muss ich mit allen Konsequenzen rechnen was meine Beziehung und mein Leben angeht. Es wird bestimmt nicht einfacher werden. Vielleicht werde ich dadurch irgendwann mal krank. Wer weiß schon was die ganzen Hormone auf Dauer anstellen...oder ich werde depressiv - alles recht unschöne Aussichten. Natürlich werde ich auch weiterhin diesen berühmten Funken Hoffnung im Herzen tragen, dass ein einziger Volltreffer genügt...aber realistisch gesehen...mal ehrlich...

Ich werde noch ein paar Tage traurig sein, aber irgendwann komm ich wieder aus meiner Höhle gekrochen. In der Zwischenzeit mach ich meine Höhle hübsch, ich räume wie eine Verrückte um und auf, miste ordentlich aus denn so eine kleine Veränderung hat noch keinem geschadet. Rückenschmerzen und Muskelkater vom Möbel schieben ist immer noch besser als Herzschmerzen...und vielleicht kommt dadurch noch die doofe Blutung, die (selbstvertändlich, wie kann es auch anders sein) auf sich warten lässt.

Kommentare:

  1. Ich glaube, Deine Sorgen und Nöte kann hier jede(r) von uns verstehen. Ich für meinen Teil kann es jedenfalls, denn auch mich hat Hannis Posting zum nachdenken gebracht. Hanni und Du, ihr habt auch Sorgen und Ängste in Worte gefasst…was ich damit sagen will: Ihr seid nicht alleine. Mir geht es genauso.

    Für Dich wünsche ich mir, dass Du Deine Höhle nicht in eine Luxus-Wohnung sanierst und hoffentlich bald wieder den Ausgang findest ;-)

    Ich denk an Dich!
    LG
    R.

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    1. Liebe R. ich gebe mir Mühe, damit ich wieder einen Ausgang finde...ich bin auf dem Weg, das merk ich schon. Danke dass du mit mir mitfühlst...:-*

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  2. Ach du Liebe, ich fühle deine Traurigkeit regelrecht beim Lesen. Ich glaube, dass du das gerade genau richtig machst. In solchen Momenten darf man trauern. Wüten. Toben. Und zweifeln. Und so wie du schreibst, lese ich daraus, dass du auch jetzt schon wieder ein klitzeklitzekleines Lichtlein flackern siehst. Noch es ist schwach. Aber warte ab in einigen Tagen, wenn der erste Schmerz verdaut ist, wird das Flackern heller und es werden wieder Wege geöffnet an die du vielleicht gar nicht (mehr) glaubtest.
    Ich wünsche mir jedenfalls für dich bzw. euch, dass ihr gemeinsam gestärkt aus diesem schwarzen, dunklen und ungerechten Tief klettert. Und ja, das Schlimmste ist doch diese verdammte Ungerechtigkeit. Die ist - Pardon- solch ein hinterhältiges Arschloch!
    Nimm dir Zeit zum Toben. Weinen. Schreien. Und auf wieder Aufstehen. Das wirst du, ganz bestimmt.
    Mögen sich deine Herzmoleküle recht bald wieder zusammenraufen!

    Alles Liebe
    Penny

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    1. Liebe Penny, ich mag deine lieben Worte. Die Ungerechtigkeit hast du treffend beschrieben...und tatsächlich bin ich diesmal genauso wütend wie traurig.
      Danke dass du mich mitbegleitest...

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  3. Liebe Wünschdirwas,
    So...jetzt fange ich zum dritten mal an, hier zu kommentieren. Ich weiß einfach nicht...ach Worte zu finden ist schwer... Ich drück dich einfach.
    Es wird besser. Bestimmt. Bald.
    Deine Hanni

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    1. Liebe Hanni, ja ich bin momentan doch immer noch irgendwie sprachlos...ich wünsche mir auch, dass es bald besser wird...
      Danke für deine Umarmung und dass du für mich da bist...

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  4. Liebe wüschdirwas,
    ich kann mir ziemlich gut vorstellen wie es dir gerade geht, denn ich hab das ganze ja auch erst durchgemacht und das was du schreibst kann ich sehr gut nach vollziehen,mir ging es ähnlich. Nimm dir einfach die Zeit die du brauchst und lass deinen Gefühlen freien lauf und du wirst sehen, mit der Zeit wird es langsam besser. Ich wünsche Euch wirklich von ganzem Herzen, dass der Schmerz bald nachlässt und ihr wieder nach vorne schauen könnt.
    Lg Carina

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    1. Liebe Carina, ich nehme mir diesmal wirklich die Zeit und ich merke jetzt schon, dass mir das gut tut. Ich hoffe, dass der Gedanke an die vergangene Zeit bald nicht mehr so weh tut. Danke für´s Mitfühlen...

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  5. Liebes, das tut mir sehr leid.
    Und momentan gibt es außer zu trauern nichts für Dich zu tun.
    Zum Thema Entscheidungen möchte ich Dir aber gerne noch etwas sagen: es gibt in diesem Zusammenhang keine "falschen" Entscheidungen. Nur Entscheidungen. Die möglicherweise immer ungewiss bleiben werden, bezogen auf ihr Alternativszenario. Denn keine von uns kann auf das Ende gucken. Und das Leben erklärt sich leider immer nur rückwärts. Leben können wir es dagegen nur vorwärts.
    Ich glaube, eine jede hat ein gutes Gespür dafür, wann es vorbei ist. Und das ist für jede individuell. Man muss sich nur trauen, hin zu hören. und nicht den Kinderwunsch zum Maßstab nehmen. Denn dieser wird immer ein "Störsignal" senden und das Bauchgefühl überlagern und einen weiter und weiter treiben - auch wenn man eigentlich nicht mehr will oder kann. Der Wunsch an sich vergeht ja nicht einfach.
    Und man darf keine Angst bekommen. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, die diffuse Angst im Vorfeld vor dieser Entscheidung und diesem Moment deckt sich nicht mit der Realität. Es würde sicher nicht einfach werden - aber ganz sicher völlig anders, als Du es Dir jetzt ausmalst.

    Gib Dir Zeit. Du wirst Deinen Weg finden. Egal wo er lang führt.
    Alles Liebe, Isa

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  6. Liebe Isa,
    Ich wünsche mir, dass du recht hast. Ich hoffe auf dieses Gespür und darauf, dass es zum richtigen Zeitpunkt kommt. Natürlich wünsche ich mir momentan, dass es nie dazu kommt und wir doch noch irgendwann unser Baby bekommen dürfen...tatsächlich aber bin ich doch irgendwie noch oder wieder auf der Suche nach meinem Wegweiser... ich fühle mich im Stich gelassen und irre mit meinen Gedanken umher. Aber ich bin fest entschlossen, alles zu entwirren um wieder auf meinen bzw. unseren Weg zu finden, ja, egal wo er lang führt. Denn eins weiss ich ja schon mal sicher: wenn ich dort angekommen bin muss ich ihn sicher nicht alleine gehen.
    Danke für deine Worte...

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