Freitag, 20. Dezember 2013

Blick zurück

So langsam verabschiedet sich das alte Jahr, und auch ich blicke auf mein Kinderwunschjahr 2013 zurück und denke voller Hoffnung, dass es eigentlich nur besser werden kann.

Zuerst kam im April die 2. ICSI, mit neuem Doktor. Eigentlich mit drei Ärzten. Die erste hat mit uns das Vorgespräch geführt - war dann raus, weil sie in Mutterschutz ging. Der zweite - über den hab ich ja schon ausführlich geschrieben ;). Vor dem Tranfer haben mir alle Glück gewünscht und behauptet, dass heute mein Glückstag ist, da meine Narkoseärztin schwanger war. Nach dem Transfer blutete ich zweimal richtig stark, ich hatte das noch nie nach einem Transfer und ich hab mich wirklich nicht ernst genommen gefühlt als ich so heulend in meinem Krankenhausbett saß. Mein Mann hat sich ziemlich aufgeregt über die Situation, die Schwester (die sich bestimmt super auskannte und dank ihres Mitgefühls auf der Gyn einen Job bekommen hat) blafft mich an: "das ist völlig normal, dass man hinterher blutet!" Ich musste dann noch dem Doktor meine Einlage zeigen, die natürlich weiß war, denn geblutet hat es ja nur auf der Toilette. Demütigend und schrecklich.

Dann hatte ich zwischendurch noch eine Ärztin, die ich eigentlich ganz nett fand, außer, dass sie immer etwas gestresst wirkte...bis ich sie angerufen um das Ergebnis abzufragen. 
"Auch diesmal hat es nicht geklappt, aber das haben wir ja beim Bluttest vor drei Tagen schon gewusst." Hä? Wieso hat es mir das denn niemand verraten? Ich war dort in der Sprechstunde gewesen, weil ich zur Kontrolle kommen sollte, da ich wieder etwas Wasser im Bauch hatte. Nicht viel, aber der Bauch sah trotzdem riesig aus. Gerinnung, Blutbild anscheinden auch das HCG wurden abgenommen...kein tut mir leid, kein brauchen sie sonst noch was. Seitdem finde ich diese Frau Doktor nicht mehr ganz so nett.

Dann die Blutung meines Lebens, die etwa 2 Wochen lang vor sich hinsickerte. Ebenfalls schrecklich.
97 Tage lang ohne Blutung folgten dann - auch nicht schlecht möchte man denken, drei Monate ohne die lästige Erdbeerwoche, allerdings wenn man sich Woche für Woche so fühlt als würde sie gleich kommen, die rote Pest, ist das ebenfalls eher wenig spaßig.
Der Gyn, der mir mit seiner Statistik kam und seinem Spruch über Halblebigkeit und  mich wieder an die Klinik verwiesen hat: "ist halt alles ein wenig durcheinander mit den Hormonen...das kann schon mal vorkommen" (ich bin überzeugt auch er kennt sich bestens aus was Kinderwunsch betrifft)
Wieder der schreckliche Arzt dort, der noch während der Schallkopf in mir drin steckt ohne hochzukucken sagt: Also das sieht alles nach PCO aus, ich nehm noch einige Werte ab."Einfach so?" frag ich, und "was soll ich denn jetzt machen?" Keine wirklich effektiven Fragen in so einer Situation ich weiß. "Ja nichts, was wollen sie machen? Man hat es oder man hat es nicht, sie haben es anscheinend." Auweh wieder schrecklich.

Den Urlaub den wir daraufhin hatten war toll! Wirklich wir hatten viel Spaß!
Zuhause angekommen, die Überlegung wie es weiter geht. Wir haben uns entschieden, um dann kurz darauf zu erfahren, dass es eine neue Ärztin gibt, die aber nicht bleibt und es überhaupt total unsicher ist, ob die Klinik weiter besteht. Also haben wir erst mal wieder einen Rückzieher gemacht und es uns wieder im imaginären Wartezimmer gemütlich gemacht.

Wir genießen jetzt einfach den Dezember, mit einem neuen Termin in Aussicht. Bei einem Dok, bei dem ich weiß es wird laufen. Bei meinem Dok! Der extra zurück gekommen ist um die Klinik zu unterstützen bis ein neuer Arzt gefunden ist. Somit freu ich mich wirklich auf das neue Jahr. Ich hoffe es wird was werden. Und ich habe noch immer ein wirklich positives Gefühl wenn ich an Januar denke und was dann alles kommt. Und - statistisch gesehen müssten wir jetzt an der Reihe sein ;) 

Und noch was: natürlich war nicht das ganze Jahr mit der 13 schrecklich. Es gab viele schöne Momente. Wir hatten trotzdem viel Spaß und schauen wieder nach vorne. Auch wenn wir eine Weile dafür gebraucht haben.

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