Dienstag, 15. Oktober 2013

Und wie geht´s jetzt weiter?

Am Wochenende hab ich erfahren, dass die neue Ärztin, die in meiner Kinderwunschklinik angefangen hat, bereits schon wieder geht. Nach grade mal zwei Monaten. Was sagt man dazu?

Die nächsten zwei Monate werden nicht gut laufen, sagte mir die Sekretärin heute am Telefon. Ich hab mir alle Befunde und Briefe kopieren lassen und warte jetzt, bis ich sie abholen kann. Ob es einen Nachfolger gibt? Die Antwort war alles andere als befriedigend, eher sogar mangelhaft, die Überlegung der Klinik war wohl schon, eventuell aufzuhören. Aber - anscheinend gibt es doch noch jemanden der Interesse hat anzufangen. Toll. Na dann...


Ich hab dort noch drei Krümel liegen... ich hab grad das Gefühl, als hätte ich sie ausgesetzt. An irgend ner Autobahn. Wie soll es denn jetzt weitergehen frag ich mich. Wenn es die nächsten zwei Monate hapert, brauch ich ja schon mal keinen Termin ausmachen. Prima, dann kann ich wenigstens an Silvester die Sektkorken knallen lassen. Und auch schon zu Weihnachten.

Der Arzt, der mir vor zwei Monaten nicht mal ins Gesicht geschaut hat als er mir sagte, dass meine Hormone verschoben sind und meine Eileiter jetzt plötzlich schwer nach PCO aussehen, ist gottlob über alle Berge, aber es besteht wohl die Möglichkeit, dass er übergangsweise wieder zurückkommt. Neee nee nee, bei aller Liebe, da wart ich lieber noch ein bisschen ab und lass es von meinem Gyn abklären. Der, der mir gesagt hat er fände meine Versuche halblebig. Tja, vielleicht sollte ich ernsthaft über einen Wechsel des Gynäkologen und der Klinik nachdenken. Aber alles, für das, dass wir es noch ein einziges Mal versuchen wollen? Mach ich mir hinterher Vorwürfe, wenn´s wieder nicht geklappt hat, weil ich ja noch nicht mal einen tollen Arzt hab? Mit Sicherheit läuft es in anderen Kliniken  schon mal von vorn herein besser ab, aber das ist ja auch keine Kunst. Aber die Sache an sich - mir Hormonpflaster verschreiben, Werte kontrollieren und letztendlich zurücksetzten - das werden sie doch wohl nochmal hinkriegen oder? Schließlich passt das Labor mit auf und die sind wirklich zauberhaft dort. Und einfühlsam. Und lieb.

Noch ist das Jahr noch nicht rum, wo wir Miete zahlen müssen für unseren Tiefkühlplatz. Ich hab also noch zeit...trotzdem wie ich es hasse immer nur zu warten und zu warten und nochmal zu warten. Aber was kann ich sonst großartig machen? Außer wechseln? Ich verweise an den vorigen Absatz dieses Posts. Ich verweise auch an den vorletzten Post, der beschreibt was ich für ne Angst und Aufregung in mir hab. Wenn ich mir vorstelle ich müsste (einfacher Weg) über ne Stunde (die nächsten Kliniken sind alle etwa so weit oder weiter entfernt)dort hinfahren - das ist für mich der absolute Horror. Respekt vor allen die das auf sich nehmen, weil sie nicht das Glück haben wie ich, etwa zwanzig Minuten entfernt von ihrer Klinik zu Leben. Wobei Glück nenn ich das ab heute auch nicht mehr, nachdem was da grad alles passiert. Da wär ich lieber von Anfang an woanders hingefahren...aber hätt und wenn und wäre und täte...bringt jetzt momentan auch nichts.

Die warten ja in einer anderen Klinik auch nicht und sagen herzlich Willkommen sie und ihre Kühlbox.
Oder wie ist das...?

Also wie es weitergeht? Ich habe keine Ahnung - noch nicht. Und das ist echt ein blödes Gefühl.

1 Kommentar:

  1. Schrecklich, wenn man so in der Luft hängt. Es ist so wichtig, sich bei seinem Arzt gut aufgehoben zu fühlen. Es wird sich bestimmt wieder ein Arzt in deiner Klinik einfinden, so was ist doch eine Goldgrube, das gibt doch niemand freiwillig auf. Ich wünsch dir, dass sich ein Weg findet.
    Hanni

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