Sonntag, 9. Juli 2017

Glücksmomente der Woche #27

Erster offizieller Urlaubstag: vollgepackt mit Arbeit :) Wir sind abends mega stolz auf uns, weil wir heute viele unangenehme Dinge geschafft haben. Dienstag und Mittwoch düsen Wünschis mit dem Roller durch die Gegend. In der Stadt gibt es neues Eis, welches hervorragend schmeckt. Und einen neuen Bücherladen in dem es sich herrlichst stöbern lässt. Donnerstag finde ich endlich eine Gynäkologin die echt nett ist. Am Wochenende unternehmen wir eine Reise in die Schweiz und verbringen einen fabelhaften erlebnisreichen Tag bei zwei unglaublich lieben Menschen ♥ Weil wir so spät wieder zuhause sind, verbummeln wir den Sonntag zusammen mit den Katern und holen immer wieder ein bisschen Schlaf nach :) 

Dienstag, 4. Juli 2017

Dankbarkeit.

Dankbarkeit ist etwas, das ich erst wieder lernen musste. So viel ist passiert, so viel mit dem ich von Grund auf unglücklich war. Dankbar sein. Wofür? Für die Ernüchterung die jedes Mal wieder zurück kam? Für die Kunst immer wieder Verlieren zu können? Es ist nahezu unmöglich in der Situation eine gewisse Dankbarkeit und die Sicht auf die kleinen Glücksmomente zu bewahren. Deswegen startete ich damals dank einer anderen Bloggerkollegin das Projekt: Glücksmomente der Woche. Es hat sooo geholfen. Man hadert nicht nur mit sich und der Situation, hat nicht nur diesen starren Tunnelblick, sondern lernt wieder zu Sehen. Bewusst zu sehen und bewusst Dinge zu erleben. 

Dankbarkeit erfüllt mich, wenn ich mal so alles wirken lasse. Es war so eine schwere Zeit für uns. Eine Zeit in der ich, (vielleicht auch der Lieblingsmann) manchmal am Liebsten ausgestiegen wären, aus dem Beziehungszug. Weil man sich dachte: das kann jetzt alles nicht so weiter gehen. Oder: wenn das jetzt so bleibt...??? Oder: Genau so wollte ich das nie... Aber wir haben das überstanden. Wir haben uns durchgebissen durch alle Zeiten, die uns unsere Kinderwunschzeit ins Gesicht geschleudert hat. Es ging weiter...es blieb nicht alles so und das was ich nie wollte gestaltet sich besser als gedacht. 

Es gibt sie immer noch die Zeiten, in denen wir nicht viel miteinander reden (wie sicher eine Million andere Paare auch) aber in dieses Schweigen deute ich nichts böses mehr. Nichts bedrohliches und nichts angsteinflößendes. Es ist ok, weil es einfach manchmal nichts zu sagen gibt. Wir können sozusagen auch mal miteinander leise sein. Ich musste lernen, dass jeder anders mit seiner Trauer und seinem ganz persönlichen Abschied umgeht. Manchmal kommt aus heiterem Himmel eine Ansage von ihm, über die ich staune, weil mir dann immer wieder bewusst wird, wie er fühlt, leidet, trauert, denkt. Es ist hier kein tägliches Thema mehr. Was die Sache allgemein wahnsinnig erleichtert. Der Lieblingsmann hat kaum Bedürfnis darüber zu reden und inzwischen kann ich damit umgehen. Wenn ich reden muss, dann lässt er mich. Und es ist ok, weil ich keine Lösung am Ende des Gesprächs erwarte. Es muss kein Plan am Schluss dabei herausspringen. Es wird keinen Plan mehr im Wünschehaus geben. Unsere Lösung ist Leben. Hier im Jetzt und in diesem Moment.  

Ich finde wir können stolz auf uns sein. Darauf, dass wir so viel überstanden haben, dass wir es überlebt haben, dass es weiter geht. Genau dafür (und für all das kleine Glück, das mich täglich begleitet) bin ich wahnsinnig dankbar ♥ 


Glücksmomente der Woche #26

Eine kleine Woche war die letzte Woche, nur 5 Arbeitstage die in einem freien Wochenende und in drei Wochen ohne Arbeit enden. Der Freitag Nachmittag gehört diese Woche unerwartet mir und ich mache es mir mit Hygge gemütlich. Es gibt schon tolle Zeitschriften...am Samstag waren wir bei einer Geburtstagsparty eingeladen und hatten Spaß und der Sonntag war der Gemütlichkeitstag der Woche, Regen...warmer Zitronenkuchen und Sofa, herrlich für uns zwei Übernächtigen. 

Sonntag, 25. Juni 2017

Glücksmomente der Woche #25

Freiwoche ♥ was eigentlich schon wieder Glück pur bedeutet.
Montag bummeln wir wegen einem Arzttermin über den Markt, trinken in all dem geschäftigen Treiben gemütlich einen Kaffee, und ich finde eine tolle neue kurze Hose. Dienstag verbringen wir den Tag am See und bei meinen Eltern. Mittwoch treffen wir uns mit dem Schwesterherz und Lieblingsnichte auf dem Wochenmarkt und schlemmen uns durch die Stände, essen Eis und kaufen leckere Dinge. Am Donnerstag treffe ich eine Lieblingsmenschin, weil wir uns zusammen fortbilden müssen und am Freitag sind wir so von der Hitze geplättet, dass wir außer Eis essen nicht viel auf die Reihe bekommen :) Das Wochenende ist auch eher geruhsam. Erinnert ihr euch an das Eisfenster? Bei uns im Ort gibt es dieses Fenster aus dem Kuchen und Eis verkauft wird, es gibt eine neue Sorte: Pudding-Crisp...mit diesem nahezu himmlischen Geschmack lassen wir etwas stürmisch-regnerischen Sonntag ausklingen. Auf in eine neue Woche...

Montag, 19. Juni 2017

Glücksmomente der Woche #24

Montag ausschlafen können, vormittags nichts machen zu müssen, sich gemütlich auf die Arbeit vorbereiten...haaaaaaaach...
Dienstag grillen, Mittwoch grillen :) Donnerstag herrlich den Tag verfaulenzen, aber nur weil ich abends noch zur Arbeit muss. Die Lieblingsmenschin bringt mal wieder ihren Dattelaufstrich zum Arbeiten mit ♥ Den Freitag verschlafen, Samstag sich schon auf den Sonntag mit der Familie freuen :) Sonntag = Familyday mit Bruder und Schwester ♥♥♥

Montag, 12. Juni 2017

Leben ändern sich...

Veränderungen die nicht leicht waren, sich aber im Nachhinein erleichternd anfühlen, sind Veränderungen in Sachen Freundschaft. Lange habe ich mich nur schlecht damit abgefunden, dass sich Wege vielleicht einfach trennen. Dass Interessen sich ändern und auch die Leben. Ich war nahezu versessen darauf, irgendwas retten zu müssen. Auch heute noch denke ich manchmal mit mulmigem Gefühl daran, aber letztendlich werfe ich einen anderen Blick drauf. Wir alle ändern uns, nur wenige Freundschaften bleiben für immer gleich. Man darf sich auch eingestehen, dass man nicht immer nur geben möchte. Man darf sich eingestehen, dass die Interessen andere sind. Bis hier her war es aber ein harter Gedankenkampf...

Ich hatte in Freundschaften so meine Probleme, wusste lange nicht woran es lag, lag es wirklich nur an mir? Hatte ich mich so verändert, dass es nicht mehr passt? Ich wollte einfach mehr gesehen werden. Wahrgenommen werden. Meine Mama-Freundin wurde von mir immer gesehen. Ich habe mitgefiebert, habe nachgefragt, habe mir endlos erzählen lassen, habe mir Zeit genommen, wann es für sie am Besten war, bin mit Veränderung die sich dadurch ergeben haben immer mitgegangen. Ich frage mich manchmal warum es so schwer ist im Gegenzug ein Stück meines Weges mit zu gehen? Ok er ist zu Ende, aber ich und mein Leben wir sind ja noch da. Die, von der ich erwartet hätte, dass sie weiß, was Abschied für uns bedeutet, war auf einmal weg und hat sich zurückgezogen. Auch jetzt noch. Das tat eine ganze Zeit lang richtig weh. 

Jetzt hat sich alles ein wenig verändert. Wir (genaugenommen war es glaube ich nur ich) zeigen es nicht mehr so. Es ist eben vorbei. Man trauert anders und man trauert nicht mehr permanent. 
Und doch ist das was wir bis hier her überstanden haben, fester Bestandteil unseres Lebens. Unser Wunsch nach unserem Kind wird immer da sein, die Ängste die wir während der Kinderwunschzeit hatten, bezüglich dem Altwerden, der Einsamkeit, oder der Partnerschaft, die sind trotzdem immer noch da. Es lösen sich manche Knoten, aber nicht alles löst sich mit einer einzigen Entscheidung in Luft auf...Nur werden langsam wieder andere Themen wichtiger. Back to Basic. Ich würde manchmal lieber Fragen stellen wie: Wie geht es DIR? Statt wie geht es euch...Aber wir wissen wie die Frage nach dem 'wie geht es dir' aus geht, selbst da stehen eigentlich immer die Kinder im Vordergrund. Und sollte tatsächlich eine ernst gemeinte Gegenfrage kommen, so passt meine Antwort meistens immer noch nicht so ganz in einen lockeren kleinen Frühstücksplausch, zwischen Kindergarten und Schulende um 11 Uhr. 

Jetzt bin ich zwischenzeitlich entspannter geworden. Entweder ein Treffen läuft und es ist toll oder es ist unentspannt, dann sind es ja nur zwei, drei Stunden, die man aussitzt. In meinem Kopf sind allerlei Dinge, über die ich während einseitiger Unterhaltungen parallel nachdenken kann. 
Ich bin froh, über manche Freundschaft so entschieden zu haben, bzw. sie in einem anderen Licht und mit etwas mehr Abstand zu betrachten. Ich bin froh, dass ich offener geworden bin und dass ich offen genug war, andere wunderbare Menschen in mein Leben zu lassen, die es so sehr bereichern. Wieder ein weiterer Schritt in Richtung Selbstheilung und mehr Zufriedenheit würde ich sagen. Ich weiß, dass ich nicht mit jedem über uns reden kann und ich weiß inzwischen, dass man manchmal doch lieber schweigt um sich nicht in Rage zu reden oder sich gar die ganze Zeit rechtfertigen zu müssen. Manchmal muss man wohl besser einfach weiter zuhören, es bringt einen nicht um es raubt lediglich ein wenig Zeit. Thema Kind ist eben immer und für jeden selbstverständlich. Beim Thema Kinderlosigkeit sieht es leider immer noch recht mau aus. Da darf man im Gegenzug vielleicht nicht erwarten, dass einem stundenlang nur zugehört wird. 

Aber hin und wieder fehlt es eben doch...das Austauschen, das darüber Reden. Hierfür gibt es keine Treffs, keine Stammtische. Ich habe Glück. Weil ich hier bin und mit mir noch eine handvoll andere wundervolle Frauen, die ihre Gedanken regelmäßig mit mir teilen. Nur in den Arm nehmen, das geht hier eben schlecht und das ist es, was mir manchmal schon fehlt, an der Hand genommen zu werden von jemandem der den gleichen Weg geht wie du...hier im echten Leben geht man die andere Richtung dann doch zeitweise etwas einsam entlang. Ich wünsche mir, dass viel mehr Frauen, die in unserer Situation sind das Wort ergreifen, einfach um unserer Thematik ein wenig mehr Selbstverständlichkeit zu geben. Wir SIND viele, aber wir sind noch so leise...